Archiv für die Kategorie ‘Vertragsrecht’

Schutz der Arbeitnehmenden vor Druckeremissionen

Illustration: Schutz der Arbeitnehmenden vor Druckeremissionen

Seit Jahren wird vermutet, dass die Emissionen von Laserdruckern und Kopiergeräten die Gesundheit gefährden könnten. Die Suva hat bereits vor Jahren verschiedene Präventionsmassnahmen formuliert. Ein Forscherteam der Universität Freiburg hat nun im Labor erstmals nachweisen können, dass Druckerstaub eine Gefahr für menschliche Lungenzellen darstellt. Rechtsexperten raten den Arbeitgebern nun zur Vorsorge: Denn einem Unternehmen drohen Schadenersatz- oder Genugtuungszahlungen bis hin zu Strafen wegen fahrlässiger Körperverletzung, wenn einer seiner Angestellten nachweisbar durch Tonerstaub erkrankt.

Neue Berechnung des Referenzzinssatzes

Illustration: Referenzzinssatz

Der Referenzzinssatz wird neu mit kaufmännischer Rundung festgelegt, d.h. per Rundung auf den nächsten Viertelprozent. Die neue Regelung gilt seit dem 1. Dezember 2011.

Die neue Berechnungsart hatte denn auch eine weitere Senkung des Referenzzinssatzes zur Folge – der Zinssatz steht neu auf dem Rekordtief von 2,5%. Auf der Mieterseite entstanden damit neue Mietsenkungsansprüche.

Versicherungsvertragsgesetz VVG: Totalrevision

Illustration: Totalrevision Versicherungsvertragsgesetz VVG

Das aktuell geltende Versicherungsvertragsgesetz VVG ist bereits über 100 Jahre alt. Daher soll es nun sowohl inhaltlich als auch formal an die Anforderungen des heutigen Versicherungsmarktes angepasst werden: Der Bundesrat hat am 7. September 2011 eine Botschaft zur Totalrevision des VVG verabschiedet.
Das neue Gesetz sieht unter anderem vor, mit einer Erweiterung der vorvertraglichen und vertraglichen Informationspflichten die Transparenz beim Abschluss von Versicherungsverträgen zu erhöhen.

Betriebsunfall: Wer bezahlt bei Unfällen am Arbeitsplatz?

Illustration: Berufsunfall / Arbeitsunfall

Arbeitsunfälle ziehen nicht nur Leid und Schaden nach sich, sondern sind auch finanziell schwierig zu handhaben: Der verunfallte Arbeitnehmer ist als Opfer nur begrenzt oder gar nicht in der Lage, die finanziellen Folgen des Unfalls selbst zu regeln; auch fehlt meist die Erfahrung im Umgang mit solchen Ereignissen. Weiter können mehrere Haftpflichtige betroffen sein, und eine detaillierte Dokumentation des Unfallhergangs ist zudem in vielen Fällen nicht vorhanden. Die Einigungsbereitschaft der möglichen Leistungserbringer ist daher oft gering; für den Verunfallten entsteht damit ein grosses Streitrisiko.

Konkurrenzverbot: Welche Dauer ist angemessen?

Illustration: Unterzeichnung eines Konkurrenzverbotes

Das Obergericht des Kantons Aargau und in zweiter Instanz das Bundesgericht hatten den Fall eines vereinbarten dreijährigen Konkurrenzverbots zu beurteilen: Ein Aussendienstmitarbeiter kündigte sein Arbeitsverhältnis im März 2008 und trat im Januar 2009 eine neue Stelle an. Daraufhin belangte ihn sein ehemaliger Arbeitgeber wegen Verletzung des Konkurrenzverbotes. Die Gerichte wiesen die Beschwerde des Arbeitgebers jedoch ab, da sie die Dauer des Konkurrenzverbotes im vorliegenden Fall als unangemessen bzw. zu lang beurteilten.

Überstunden: Was muss der Arbeitgeber entschädigen?

Illustration: Überstunden: Was muss der Arbeitgeber entschädigen?

Überstunden können in bestimmten Fällen vom Arbeitgeber verlangt werden – bezahlt werden müssen sie dagegen nicht immer. Das Arbeitsrecht erlaubt es, im Arbeitsvertrag schriftlich zu vereinbaren, dass Überstunden weder kompensiert noch entschädigt werden.
Wer ohne Anordnung des Vorgesetzten Überstunden leistet, muss unter Umständen einerseits die Leistung der Überstunden und andererseits deren objektive Notwendigkeit beweisen können, um Anspruch auf eine Entschädigung zu haben.