Verkehrsrecht – Folgen des Fahrens in angetrunkenem Zustand

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Alkoholeinfluss am Steuer

Das Fahren unter Alkoholeinfluss kann je nach Art und Mass der Widerhandlung zu verschiedenen Rechtsfolgen führen:

Widerhandlung Promillegrenze Rechtsfolge
Verbot, unter Alkoholeinfluss zu fahren (Null-Promillegrenze), nicht eingehalten bei mehr als 0.1 ‰ (Sonderregelung für bestimmte Gruppen) 0.1 ‰
  • Verhinderung der Weiterfahrt
  • Busse und Verwarnung
  • Neulenkende: Verlängerung der Probezeit um ein Jahr
Angetrunkenheit von 0.5 ‰ bis 0.79 ‰ 0.5 ‰
  • Verhinderung der Weiterfahrt
  • Busse und Verwarnung
Angetrunkenheit von 0.8 ‰ und mehr 0.8 ‰
  • sofortige Abnahme des Führer- oder Lernfahrausweises für mind. drei Monate
  • Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe
Angetrunkenheit von 1.6 ‰ oder mehr 1.6 ‰
  • Fahreignungsuntersuchung
  • Fahreignung nicht gegeben: Führerausweisentzug für unbestimmte Dauer

Die oben aufgeführten Rechtsfolgen gelten nur für Ersttäter. Beim wiederholten Fahren in angetrunkenem Zustand werden die Strafen verschärft.

Führer von motorlosen Fahrzeugen oder E-Bikes dürfen ebenfalls nicht in angetrunkenem Zustand fahren. Dies kann zu einer Busse oder je nach Wohnsitzkanton zu einem einmonatigen Radfahrverbot führen.