Bessard Pierre / Kessler Olivier: Staatliche Regulierung – Wie viel und überhaupt?

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Bessard Pierre / Kessler Olivier: Staatliche Regulierung

Wie viel und überhaupt?

Zürich 2018
265 S.
Edition Liberales Institut
CHF 24.80

Buchart

Buch (broschiert)

Inhalt / Rezension

Die Autoren des Werks befassen sich mit der Neigung des modernen Staates zur Überregulierung.

Trotz jahrzehntelanger Bekenntnisse der politischen Parteien zu einem schlanken Staat und zu weniger Bürokratie geht der Trend in die Gegenrichtung. Was der Bürger festzustellen glaubt, wird von den Autoren bestätigt:

  • mehr Gesetze
  • mehr Vorschriften
  • Regulierung jeglicher wirtschaftliche Aktivität
  • Regulatorische Bestimmung der persönlichen Lebensstile.

Die Autoren gelangen zum Zwischenergebnis, dass diese besorgniserregende Entwicklung individuelle und unternehmerische Freiheiten erdrücke und letztlich der Lebensqualität aller schade.

Dabei drängen sich folgende Fragen auf:

  • Welches sind die Ursachen der Regulierungsflut?
  • Weshalb gelang es mit bisherigen Rezepten nicht, die Regulierungsflut zu stoppen?
  • Wie viel staatliche Regulierung braucht es?
  • Welche Massnahmen wären nötig, um Standortattraktivität, Wohlstand und Freiheit vor einer Überregulierung zu schützen?

Die Autoren (Juristen, Ökonomen, Philosophen) gehen den Ursachen für die immer weitergehenden Staatsinterventionen nach und stellen fest, dass diese tiefer liegen, unter anderem

  • in den Anreizstrukturen der Bürokratie
  • im Streben nach Macht durch die politische Klasse.

Reformen, welche diese Faktoren ausser Acht lassen würden und denen ein idealisierendes Staatsverständnis zugrunde liegen würden, seien bereits im Vorhinein zum Scheitern verurteilt.

Fokus

Staats- und Stimmbürger, die sich sorgen, weil der Staat zur Überregulierung neigt, und die sich für Reformen interessieren

Bewertung

Das Buch legt die Zusammenhänge offen und präsentiert willkommene Ideen und Wege für eine Abkehr von der Überregulierung.