Wirtschaft – Swiss Startup Radar 2018/2019

0
508

Studie von „Startupticker“ und der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Lausanne

Einleitung

Startups haben heute in der Schweizer Wirtschaft ihren festen Platz. Sie sind denn auch:

  • begehrte Kooperationspartner von bestandenen Unternehmen
  • Anziehungspunkt für Investitionen
  • Thema in der Öffentlichkeit und der

Gleichwohl wurden zum „Start up-Markt“ bis heute kaum Zahlen erhoben, obwohl dies auch im Interesse der technologiebasierten Jungunternehmen wäre.

Im Zentrum des Interessens stehen laut startupticker.ch Fragestellungen wie

Studienprojekt von „Startupticker“ und Universität Lausanne

Gemeinsam mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Lausanne hat „Startupticker“ eine Studie publiziert, die datenbasierte Antworten auf diese Fragen gibt:

Erhobene Daten

Michael Rockinger, Eric Jondeau – Professoren an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Lausanne – und Stefan Kyora, Chefredaktor von Startupticker.ch, haben die Daten von 4000 Startups analysiert.

Start up-Gründungen

Der „Swiss Startup Radar 2018/2019“ zeigt die bisherigen Entwicklungen der „Start up-Szene“, namentlich die Start-up-Gründungen, auf:

  • Zeitliche Entwicklung
    • Starker Anstieg der Anzahl Startup-Gründungen gegenüber den Anfängen der 90iger Jahre
  • Anzahl Gründungen
    • 300 technologiegetriebene Unternehmen pro Jahr (viermal mehr als noch 2002)
  • Standorte
    • Ranking der Startup-Standorte: Spitzenstellung des Kantons Zürich, gefolgt von den Kantonen Waadt, Genf, Bern und Zug
  • Branchen
    • Besonders erfolgreiche Branchenvertreter
      • Pharma
      • Medizintechnik
      • Finanzdienstleistungen
      • industrielle Fertigung
      • etc.

Performance

Eine Lebenszyklus-Analyse offenbarte, dass sich die Start ups in den ersten 10 Jahren nach der Unternehmensgründung nur langsam entwickelten.

Erfolgreicher Exit

Die Entwicklung von Schweizer Startups führte selten zur Übernahme durch Grossunternehmen oder zu Börsengängen. Nur sechs Prozent der Start ups konnten ein solches «Exit» realisieren.

Internationaler Vergleich

Im internationalen Vergleich war festzustellen, dass Schweizer Startups weniger stark wuchsen als diejenigen in anderen Ländern.

Studien-Fazit

Die Studie gelangt zum Schluss, dass der Schweizer Startup Sektor nicht dem üblichen Bild einer Startup-Szene, die durch schnell wachsende Internet-Unicorns geprägt sei, entspreche.

Die Schweizer Startup-Szene befinde sich vielmehr auf einem Entwicklungspfad, der durch spezifische Eigenheiten geprägt sei. Die wichtigste dieser Eigenheiten sei die Einbettung in traditionell starke und innovative Branchen.

Diese Einbettung bringe Vorteile – die Startups könnten nutzen:

  • Wissen
  • Erfahrungen
  • Kontakte aus dem bestehenden Ökosystem
  • Herausforderungen.

Die Startups würden eine traditionelle Wachstumsstrategie verfolgen und sich letztlich oft zu KMU entwickeln.

Zur Studie

Quelle

LawMedia-Redaktionsteam

The following two tabs change content below.