Keller Tomie: Die faktische Lebensgemeinschaft im Erbrecht

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Keller Tomie
Die faktische Lebensgemeinschaft im Erbrecht

Rechtsvergleich und Reformüberlegungen zum gesetzlichen Erb- und Pflichtteilsrecht

Bern 2018
230 Seiten
Stämpfli Verlag
CHF 74.00
ISBN 978-3-7272-0755-6

Buchart

Buch (Kartoniert / Paperback)
Schriftenreihe zum Familienrecht, 26
FAMPRA.ch

Inhalt / Rezension

In der Schweiz hat sich in den letzten Jahrzehnten ein gesellschaftlicher Wertewandel vollzogen, der sich auch auf Familie und Paarbeziehung auswirkte:

  • Viele Paare heiraten nicht bzw. nicht mehr.

Der Schweizer Gesetzgeber hat bisher stets am staatlichen Ziel festgehalten, dass Paare ihre Dauerbindung durch Eheschluss ordnen sollen. Entsprechend stellt das Schweizer Erbrecht ausschliesslich auf die familienrechtlich formelle bzw. gesetzliche Paarbeziehung ab.

Die vorliegende Arbeit, eine Dissertation, die an der juristischen Fakultät der Universität Basel angenommen wurde, beinhaltet:

  • eine umfassende rechtsvergleichende Untersuchung familien- und vor allem erbrechtlicher Regelungen

Darlegt hat die Autorin dabei den Umgang anderer Länder mit

  • der steigenden Aktualität der faktischen Lebensgemeinschaften (auch „Konkubinat“)
  • die wandelnde Bedeutung faktischer Lebensgemeinschaften (auch: „Konkubinat“).

Schwerpunkt bilden dabei

  • die Grundlagen zur faktischen Lebensgemeinschaft
  • das gesetzliche Erbrecht und das Pflichtteilsrecht des faktischen Lebenspartners nach geltendem Recht (sog. lege lata)
  • das gesetzliche Erbrecht und das Pflichtteilsrecht des faktischen Lebenspartners nach geplantem Recht (sog. lege ferenda)
  • aktuelle Reformbestrebungen (Vorentwurf Erbrecht)
  • Legitimation
  • Funktion eines (Lebenspartner-)Erbrechts.

Ein gebührender Stellenwert erhielt die erbrechtliche Berücksichtigung des faktischen Lebenspartners in der sog. Rechtsvergleichung, d.h. die Inbezugsetzung der schweizerischen Rechtslage mit der Rechtslage in anderen Staaten. Unabhängig staatlicher Unterschiede stellen sich in der Partnerschaft – wie in der Ehe – die Fragen nach dem Schutz der Familie (Erbberechtigung, familiäre Solidarität, Nähe, Vorsorge jeder Art und Konfliktminimierung etc.). Bei den Reformbemühungen stellen sich erwartungsgemäss die Fragen der Gleichbehandlung funktionsgleicher Lebensgemeinschaften bzw. der Abgrenzung zur Ehe und deren Schwächung.

Abschliessend formuliert die Autorin für die faktische Lebensgemeinschaft im Erbrecht „Schlussbemerkungen in Form von Thesen“:

  • Reformüberlegungen
  • Regelungsansätze.

Das Werk enthält ein Vorwort, die Inhaltsübersicht, das Inhaltsverzeichnis, das Literaturverzeichnis, die Wiedergabe der Materialien und das Abkürzungsverzeichnis.

Inhaltsübersicht

Vorwort

Inhaltsübersicht

Inhaltsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Materialien

Abkürzungsverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Einleitung

Teil I:

Grundlagen zur faktischen Lebensgemeinschaft

Teil II:

Gesetzliches Erb- und Pflichtteilsrecht des faktischen Lebenspartners

de lege lata

Teil III:

Gesetzliches Erb- und Pflichtteilsrecht des faktischen Lebenspartners

de lege ferenda

Fokus

Das Buch richtet sich an Personen, die sich mit den gewandelten Lebensverhältnissen und der geplanten Erbrechts-Legiferierung in diesem Zusammenhang auseinandersetzen wollen.

Bewertung

Das Werk arbeitet die wesentlichen Aspekte des aktuellen Themas mit dem Gesetzgebungsvorhaben auf.

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LawMedia Redaktion

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