Stabile Strafanzeigen-Entwicklung, aber mehr Beratungsbedarf

Die jüngste Lagebeurteilung der „Task Force gegen häusliche Gewalt“ ergab, dass in der Mehrzahl der Kantone die gemeldeten Fälle häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben seien. Trotzdessen stellten die Opferhilfestellen in einzelnen Kantonen seit Mitte Mai 2020 eine Zunahme der Beratungen wegen häuslicher Gewalt fest.

Experten befürchteten zu Beginn der Corona-Pandemie, dass die Fälle häuslicher Gewalt aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit zunehmen könnten.

Vor dem viralen Hintergrund wurde von Bund und Kantonen die Task Force gegen häusliche Gewalt geschaffen, mit dem Auftrag:

  • Beobachtung der ausserordentlichen Lage
  • Monitoring via kantonale Opferhilfestellen und Polizei

Die „Task Force“ als Schnittstelle zwischen den Behörden bleibt offenbar über die „dritte Lockerungsetappe“ hinaus bestehen und die Information der Bevölkerung über Hilfsangebote bilde weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt, so die zuständige Bundesbehörde:

  • Angepasste Kapazitäten in der Opferhilfe
  • Plakataktion in 13 Sprachen
  • Social-Media-Kampagne

Quelle

LawMedia Redaktionsteam

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