ZGB 197 f.

Der Einbezug einer bestimmten Position in die Vorschlagsteilung kommt nur in Betracht, wenn sich das Recht resp. die Forderung am Stichtag zu einem Anwartschaftsrecht verdichtet hat:

  • Der Erwerber muss eine gesicherte Rechtsstellung erlangt haben, die von der anderen Partei nicht mehr durch einseitige Erklärung zu Nichte gemacht werden kann.

Berücksichtigt werden nur Anwartschaftsrechte, die am Stichtag – hier im Zeitpunkt der Eheschliessung – bereits vorhanden waren:

  • Aus der Tatsache. dass sich ein Vermögenswert, zB eine Mitarbeiterbeteiligung, zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich realisiert hat, darf nicht auf den gesicherten Bestand zum Stichtag-Zeitpunkt geschlossen werden.
  • Massgebend ist einzig die Erwerbssicherheit am relevanten Stichtag (Eheschliessung).
  • Aus diesem Grunde kommt auch ein (Teil-)Einbezug „pro rata temporis“ nicht in Frage.

Quelle

Obergericht des Kantons Zürich

I.Zivilabteilung

Entscheid vom 10.03.2020

Z1 2018 28

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