Wirtschaft

In der Schweiz besteht eine weitgehend liberale Wirtschaftsverfassung und es geniessen die Unternehmen traditionell grosse Freiheiten, obwohl der Staat immer wieder wirtschaftspolitische Leitplanken setzt (Landwirtschaft, Arbeiterschutz, Finanzdienstleistungen etc.).

Ausserbörslicher Derivatehandel / Finanzmarktinfrastruktur

Am 29. August 2012 hat der Bundesrat beschlossen, den ausserbörslichen Handel mit Derivaten (sog. "Over-the-Counter"-Derivate / OTC-Derivate) sowie die Finanzmarktinfrastruktur besser zu regeln. Er...

GmbH als beliebteste Rechtsform bei Neugründung

Wie bereits 2009 war die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zum zweiten Mal die beliebteste Rechtsform für neu gegründete Unternehmen in der Schweiz: Knapp 40% der neuen Gesellschaften wurden als GmbH gegründet, vor der Einzelfirma (38%) und der Aktiengesellschaft (18,5%). Gründe für die steigende Beliebtheit der GmbH könnte im Vergleich zur Einzelfima an der Haftungsbeschränkung liegen. Im Gegensatz zur Aktiengesellschaft wiederum zeichnet sich die GmbH durch einen geringeren Kapitaleinsatz bei der Gründung aus.

Initiative „Gegen die Abzockerei“ angenommen

Am 3. März 2013 wurde die "Abzocker-Initiative" von Thomas Minder mit 67,9% an der Urne deutlich angenommen; die Vorlage wurde in keinem einzigen Kanton abgelehnt. Die Initiative kam nach jahrelangem Ringen im Parlament ohne direkten Gegenvorschlag zur Abstimmung. Der direkte Gegenvorschlag einer Bonussteuer scheiterte am 15. Juni im Parlament. Der Initiative gegenüber stand jedoch ein indirekter Gegenvorschlag im Rahmen der laufenden Revision des Aktienrechts. Thomas Minder sagte am Sonntag nach der Abstimmung, die Annahme der Initiative sei ein gewaltiges Signal des Volkes sowohl an die Wirtschaft als auch an Bundesbern.

Aktionärsrechte und Corporate Governance

Der Aktionärsfrühling blüht auch in der Schweiz: Schweizer Aktionäre nehmen vermehrt ihre Rechte wahr und fordern an den Generalversammlungen eine bessere Corporate Governance, gerade in Bezug auf unverhältnismässige Saläre und Boni der Manager. Institutionelle Anleger beginnen sich zu organisieren, um ihre Stimm- und Wahlrecht besser wahrnehmen zu können. Auch die Politik diskutiert Massnahmen zur Stärkung der Aktionärsrechte, und immer mehr Anleger lassen sich in der Wahrnehmung ihrer Rechte von professionellen Dienstleistern unterstützen.

Verschärfung des Korruptionsstrafrechts

In den vergangenen Jahren hat sich die Schweiz internationalen Bemühungen zur Bekämpfung der Korruption angeschlossen. Das Korruptionsstrafrecht wurde im Zuge dessen zwischen 2000 und 2006 mehrfach erweitert. So wurde die Bestechung ausländischer Amtsträger unter Strafe gestellt und das Korruptionsstrafrecht auch auf Unternehmen ausgedehnt. Auf Empfehlung der Staatengruppe GRECO soll das Korruptionsstrafrecht nun weiter verschärft werden: Der Bundesrat hat das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement am 6. Juni 2012 mit der Erarbeitung eines Entwurfs beauftragt.

Immobilienblase: Swiss Real Estate Bubble Index

Das Risiko für eine Immobilienblase steigt: Der "UBS Swiss Real Estate Bubble Index" bewegt sich weiterhin in der Risikozone für eine Immobilienblase: Im 2. Quartal 2013 wurde erneut ein leichter Anstieg auf 1.20 Punkte verzeichnet. Bereits im 3. Quartal 2012 überschritt der Index die Grenze zwischen "Boom" und "Risiko". Die Werte sind aktuell so hoch wie letztmals bei der Immobilienblase in den 1980er-Jahren. Die stagnierenden Einkommen in Kombination mit dem ungebremsten Wachstum der Hypothekarverschuldung führen zu nicht nachhaltigen Preissteigerungen bei Schweizer Wohnimmobilien.
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