„Steuerparadies Schweiz“ für Unternehmen?

Gemäss einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsinstituts KPMG gehört die Schweiz weiterhin zu den steuergünstigsten Unternehmensstandorten in Europa. Im Ländervergleich der europäischen Staaten landet die Schweiz zwar nur auf Platz 15, da zum Vergleich der Unternehmenssteuersatz der Stadt Zürich herangezogen wird. Setzt man jedoch die Kantone mit den Ländern gleich, zeigt sich ein anderes, differenzierteres Bild.

Fünf Schweizer Kantone zählen in Bezug auf tiefe Unternehmenssteuern zur Spitzengruppe: Appenzell-Ausserhoden und Obwalden belegen mit einem Steuersatz von je 12,7% den 5. Rang. Die Plätze 10 – 12 belegen Zug (15,8), Uri (15,9%) und Schaffhausen (16%). Weitere sechs Kantone befinden sich in den Top 20.

Die Schweiz bleibt damit für Firmen weiterhin attraktiv – nicht zuletzt Dank der hohen Kontinuität der Unternehmenssteuersätze. So behielten 2009 16 Kantone den Vorjahressatz bei, während acht Kantone eine leichte Senkung vornahmen. In zwei Kantonen wurde eine signifikante Kürzung der Unternehmenssteuersätze vorgenommen: St. Gallen senkte den Satz um 2% auf 16,9%, Aargau um 2,2% auf 19,8%.

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